ICT-Trends, Mobile Enterprise

Glückwunsch an Apple – zehn Jahre iPhone – Inbegriff von „Consumerization of IT“

Mit dem iPhone und der damit einhergehenden Definition des Taschencomputers als erstes Smartphone hat Apple unbestreitbar Großes geschaffen. Mehrere Manager von Apple haben entsprechend auch epische Aussagen über den Meilenstein getroffen. So wie der CEO, Tim Cook, der das iPhone als Teil des Lebens betrachtet. Sicherlich hat kaum eine andere Erfindung das Leben unterwegs im persönlichen Bereich so optimiert wie das Smartphone.

Anfänge der Mobilisierung des Arbeitsplatzes

Doch ein Bereich wurde dabei außer Acht gelassen, der Einfluss auf den IT-Arbeitsplatz. So wie Blackberry dafür steht, E-Mail mobilisiert zu haben, so steht Apple dafür, mobile E-Mail demokratisiert und Konsumententechnologie ins Unternehmen geführt zu haben. Der Blackberry wurde restriktiv verteilt, ein iPhone konnte jeder kaufen. Nutzer wurden über das Smartphone in die Lage versetzt, plötzlich außerhalb des Büros viel mehr zu tun, als E-Mails zu bearbeiten. Dabei hat Apple auf das gleiche Erfolgsrezept, die richtigen Anwendungen (Musik, Telefonie, Wetter, Kamera, Geodaten, Kalender und E-Mail), kombiniert mit dem dafür optimierten Gerät gesetzt. Darüber hinaus wurde, und das hat Blackberry versäumt, eine boomende Aggregationsplattform für weitere Dienste geschaffen.

„Consumerization of IT“ war ein Nebeneffekt und hat trotzdem tiefgreifende Veränderungen ausgelöst

Dabei war alles, was das iPhone in der Unternehmens-IT ausgelöst hat, für Apple stets nicht mehr als ein Nebeneffekt. B2B war nie im Fokus, und wer anfangs 100 iPads kaufte, der musste sich genauso im Laden anstellen wie jemand, der ein einziges erwarb. Heute gibt es zumindest Retail-Partner für den Geschäftskundenbereich. Doch für Device Management, Mobility Management und die Mobilisierung von Prozessen sind andere zuständig. Aber vielleicht ist das auch das Größte, was Apple der B2B-Welt gegeben hat, Innovationen aus dem Konsumentenumfeld ungefiltert 1:1 ins Unternehmen zu tragen. Das hat zumindest dazu beigetragen, die Unternehmens-IT transparenter und nutzerfreundlicher zu machen.

Von Apple gestartet und von Android fortgeführt entstand ein Trend, der inzwischen allgemein als „Consumerization of IT“ bezeichnet wird. Endnutzer akzeptieren es schlichtweg nicht mehr, wenn ihnen die Unternehmens-IT eine Technologie vorsetzt, die weniger performant und weniger einfach zu nutzen ist als das Smartphone. Über die Nutzung von mobilen Anwendungen auf iPhones und iPads sind auch Manager von anderen Abteilungen IT-affiner geworden. Wir gratulieren Apple dafür, dass sie diesen Wandel im Unternehmen entfacht haben. Wir gratulieren Apple auch dafür, dass sie dem Druck der Verfolger standhaltend, durchweg auf hohe Qualität gesetzt haben.

Das nächste große Thema ist Artificial Intelligence. Wir sind gespannt, wann sich Siri als echte Unterstützung für Geschäftsprozesse erweist.

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