Technologietrends und CIO-Prioritäten 2016

Luis Praxmarer, Heiko Henkes

Jedes Jahr wieder werden mit Spannung die Technologietrends und Top-Prioritäten für CIOs erwartet. Die digitale Business Transformation hat hierbei prägenden Einfluss. Spätestens mit Industrie 4.0, Internet of Things, Big Data und sich daraus ergebenden neuen Geschäftsmodellen steht der CIO vor der großen Herausforderung, das Business bei der digitalen Transformation zu unterstützen.

Das Modewort „Digitalisierung“ ist grundsätzlich nichts neues, aber die Durchdringung und Reichweite verändert unsere Gesellschaft in vielen Bereichen dramatisch schnell und grundlegend. Die aktuelle Welle der Digitalisierung, die uns noch lange begleiten wird, ist durch Cloud Computing, Big Data, wissensbasierte Systeme und insbesondere Internet of Things, geprägt. All dies zusammengenommen sowie die Nutzungsmöglichkeiten der Kunden eines Unternehmens und ein sich rasch änderndes Käuferverhalten verlängert die ICT Supply Chain über die Unternehmensgrenzen hinaus und zwingt das Unternehmen, und mithin die IT, zum Umdenken und zur Neuausrichtung.

Lesen Sie mehr zu den wichtigsten Technologietrends und CIO-Prioritäten 2016 in dem Paper, das Sie hier herunterladen können. Darüber hinaus beantworten wir darin auch folgende Fragen:

  • Welcher Anbieter wird der größte Aufsteiger und welcher der größte Absteiger 2016 sein?
  • Welcher Trend wird in den kommenden Jahren der größte Aufsteiger werden? Wird es einen Überraschungsaufsteiger geben, einen bislang stark unterschätzten Trend?

Frohe Weihnachten

Wir haben hier für Sie einen kleinen elektronischen Weihnachtsgruß (Bitte klicken Sie hier und schalten Sie den Sound ein).

Wir freuen uns darauf, Ihnen auch im nächsten Jahr wieder aktuelle Informationen und Analysen über den ICT-Markt anbieten zu können und starten im neuen Jahr mit der nächsten Ausgabe des Experton Group ICT-Newsletters am 8. Januar 2016.

Grußwort des Vorstands der Experton Group AG

Jürgen Brettel, Lutz Peichert, Nils Bachmann

Entwicklungen, die sich insgesamt positiv auf den ICT-Markt in Deutschland niedergeschlagen haben. So stieg das Marktvolumen von Hardware, Software und Services in Summe um rund drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein ähnliches Wachstum erwarten wir auch für 2016. Der ICT-Markt entwickelt sich weiterhin differenziert weiter, sowohl thematisch als auch insbesondere rollenbezogen. Letzteres bedeutet, dass zwar die ICT-Ausgaben insgesamt weiter steigen werden, nicht aber notwendigerweise die zentralen ICT-Budgets, die nur geringfügig wachsen oder gar eher stagnieren. Die Fachabteilungen werden auch 2016 zunehmend selbst über ICT-Budgets entscheiden, und die Anbieter von ICT-Lösungen müssen sich auf neue Ansprechpartner einstellen. Eine Doppelrolle spielt bei der differenzierten Marktentwicklung das Cloud Computing. Zum einen wuchs der deutsche Cloud-Services-Markt 2015 um 39 Prozent (zum Vergleich: Hardware minus 0,2 Prozent), zum anderen erleichtert Cloud Computing den Fachabteilungen den Bezug von ICT-Leistungen.

Trotz nahezu stagnierendem Budget wird der CIO auch 2016 zwei grundsätzliche Herausforderungen bewältigen müssen. Zum einen das Tagesgeschäft, zum anderen dazu beizutragen, das Unternehmen im (globalen) Wettbewerb optimal aufzustellen. Die Advisor der Experton Group sehen hierbei den Schlüssel in der Digitalen Transformation.

Der Weg zum Digitalen Business wird von weiteren Themen unterstützt und begleitet. Wir sehen Big Data, Cloud Computing, Digital Workspace, Industrie 4.0 / Internet of Things, Platforms & Infrastructure und Social Business, flankiert von Sourcing und Security, auch weiterhin als die Treiber an. Einige dieser Themen haben bereits einen Reifegrad erreicht, der als Grundlage für die digitale Transformation zu massiven Umbrüchen durch Innovationen beiträgt. Diese Trends werden wir für Sie auch 2016 mit zeitgemäßen, innovativen Beratungs-, Analyse- und Research-Methoden begleiten.

Zum Ausgleich des in unserer Branche vorherrschenden Innovationstempos wünschen wir und das gesamte Team der Experton Group Ihnen ruhige und erholsame Festtage, einen guten Jahreswechsel und viel Glück, Erfolg und Gesundheit im neuen Jahr.

Jürgen Brettel                   Lutz Peichert                   Nils Bachmann

Vorstandsvorsitzender

Kurz notierte Cloud-Eilmeldungen

HPEs Cloud28+ ist als europäische Binnen-Cloud gestartet – wird man hier einen langen Atem beweisen können? Gleichzeitig ist man aus dem Public-Cloud-Geschäft auf Basis von Open Stack ausgestiegen und leitet Kunden nun direkt zu Microsoft Azure weiter. Gut für Microsoft, leider notwendig für HP. Hoffentlich funktioniert hier das Partnermanagement entsprechend gut, um der Manager-Rolle zum […]

Save the Date: Digital Workspace Vendor Benchmark 2016

„Digitalisierung“ ist all überall Thema der Stunde. Durch die Vernetzung autonom ablaufender Prozesse wird der Workspace insgesamt ein zunehmend wichtigeres ICT-Thema. Die Experton Group wird vor diesem Hintergrund die erste Auflage des „Digital Workspace Service Provider Benchmark“ durchführen, der eine logische Weiterentwicklung des „Mobile Enterprise Vendor Benchmarks“ sein wird, der in den letzten 4 Jahren durchgeführt wurde. Die unabhängige Studie untersucht die Digital Workspace Dienstleistungen aller relevanten Dienstleister im deutschen Markt und bewertet diese nach Portfolioattraktivität und Wettbewerbsstärke anhand einer Vielzahl gewichteter Kriterien.

Wir möchten Sie bereits im Vorfeld auf den Beginn der Research-Phase hinweisen.

Die „Vendor Benchmark“-Studien der Experton Group haben sich in den zurückliegenden Jahren als zentrales Instrument für CIOs und IT-Manager bei der Evaluierung und Auswahl von ICT-Anbietern etabliert. Stellen sie doch eine sehr gut qualifizierte Long List der potenziellen Anbieter in den jeweiligen Segmenten dar.

Der Digital Workspace Service Provider Benchmark ist für alle ICT-Dienstleister ein zentrales Medium zur Bestimmung der eigenen Position im deutschen Workspace-Markt sowie ein schlagkräftiges Marketinginstrument.

Der offizielle Startschuss zur Research-Phase des „Digital Workspace Service Provider Benchmark“ wird im Januar 2016 erfolgen. Wenn Sie Anbieter in diesem Markt sind, reservieren Sie bitte schon heute für diesen Zeitraum die Ressourcen in Ihrem Haus, so dass die Einreichung der Fragebögen und die Terminierung der Briefing-Interviews pünktlich vor Abschluss der Research-Phase – im Februar 2016 – stattfinden können.

Das Digital Workspace-Research-Team freut sich auf einen regen und konstruktiven Austausch mit Ihrem Haus und wird Sie zeitnah über den weiteren Verlauf des Projektes sowie die Timeline des Research-Prozesses informieren.

T-Systems attacks Amazon, others but not Microsoft

Lutz Peichert, Holm Landrock:

T-Systems hatte kürzlich die internationalen Analystenhäuser zu ihrem Analyst & Sourcing Advisor Summit geladen, und die Experton Group war für Sie dabei.

Im ehemaligen Berliner Telegraphenamt, wo sich heute die Hauptstadt-Repräsentanz des Konzerns befindet, bestätigte T-Systems-Manager Ferri Abolhassan mit dem Schlachtruf „Kill Amazon“ nicht nur die Meldungen von Anfang Oktober, sondern formulierte eine klare Kampfansage an das Cloud-Business, vor allem in Deutschland. Die Kernpunkte seines Angriffsplan: Die Open Telekom Cloud, deren Preise stets unter denen von AWS (Amazon Web Services) liegen sollen, ist das Kernstück. Das Investitionsrisiko liegt den Andeutungen der T-Systems hinsichtlich der Umsetzung zufolge vor allem beim Kooperationspartner Huawei. Dieser liefert demnach die Hardware für die erforderlichen Rechenzentren. Shared Risk Model nennt Abolhassan das Konzept. Um die angestrebte Marge zu erreichen, sind neben dem Einsatz moderner Technologien Einsparungen im Personalbereich geplant. In den letzten Jahren wurden ja bereits ca. 12.000 Mitarbeiter abgebaut, was in etwa 35 Prozent der Beschäftigten im IT-Betrieb entspricht.

Eine vom Menschen schon weitgehend unabhängige IT ist möglich. Große Rechenzentren können heute mit ein paar Mitarbeitern betrieben werden, wo früher ganze Kompanien an Systembetreuern, Programmierern, Security-Administratoren, Datenbankverantwortlichen etc. nötig waren. Aus Unternehmersicht heißt das dann: keine Lohnkosten sind bessere als niedrige Lohnkosten. Für den täglichen Betrieb bedeutet dies, dass einiges an Arbeit auch dem Kunden überlassen wird. So hat T-Systems im Rahmen der Analystenkonferenz sehr komfortabel wirkende Web-Interfaces präsentiert. Diese ermöglichen den Umzug eines Shops, der auf AWS gehostet wird, per Drag-and-Drop in die deutsche Cloud der Telekom. Das ist einfach und spart in der Tat IT-Personal beim Dienstleister, denn der Umzug ist rein technologisch durchzuführen, wird auf den Kunden verlagert und ist trotzdem für diesen problemlos zu bewältigen.

Eine weitere Ankündigung betraf die Zusammenarbeit von T-Systems mit Microsoft zum Thema Cloud Services in Deutschland und Datensicherheit. In diesem Zusammenhang gab Microsoft-Chef Satya Nadella auf einer Pressekonferenz nur wenige Tage später bekannt, dass zwei neue „Data Center Regions“ in Deutschland eingerichtet werden sollen, bei denen die Telekom als Partner gewonnen worden ist und T-Systems als „Data Trustee“ fungiert. Microsoft sei hiermit der erste Anbieter in Europa, der solch ein Data-Center-Modell anböte. Damit soll den Anwendern Vertrauen vermittelt werden. Eine interessante Nebenbemerkung kam von einem Vertreter der Healthcare Industrie während der anschließenden Podiumsdiskussion: Der Hersteller von immer teureren Diagnose- und Therapie-Geräten prangert die Explosion der Kosten im Gesundheitswesen an – erhofft sich aber von der deutschen Microsoft-Cloud eine Kostenreduzierung im Gesundheitswesen. Microsoft und T-Systems müssen dem Kunden die spezifischen Unterschiede der Cloud-Offerings verdeutlichen, damit der Anwender den richtigen Weg in eines der neuen Cloud-Rechenzentren findet.

Neben den oben dargestellten Neuigkeiten stellte T-Systems den anwesenden Analysten ihr breites und ausgeprägtes Angebot an Produkten und Dienstleistungen in den Bereichen Big Data & Analytics, Digitalisierung sowie IT-Sicherheit vor. Im Rahmen der Experton Vendor Benchmarks sind zu diesen Produkten Information für den Leser verfügbar.

Kennen Sie Daisy?

Bestimmt assoziieren Sie mit dem Namen Daisy the one and only Daisy Duck, die ewige Verlobte von Donald Duck. Beide sind Stars aus der Feder von Walt Disney. Doch in diesem Fall trägt eine Kuh diesen Namen, eine Kuh aus Holz, in der Ausstellung des Fujitsu Forums 2015. Diese Kuh wurde dort stellvertretend für eine […]

Experton Group stellt den 3. Social Business Vendor Benchmark 2016 für Deutschland vor

Heiko Henkes, Frank Heuer, Oliver Giering:   Social Business wird zum unverzichtbaren Treiber bzw. Filter der Digitalen Transformation Lösungen: Weiterentwicklungen und Interoperabilität über „Unbundling“ dominieren Social-Business-Strategie: Transformation auch weiterhin monetärer Schwerpunkt des Marktes – Nachhaltigkeit siegt! Experton Group hat heute den aktuellen Social Business Vendor Benchmark für Deutschland vorgestellt. Mit dem „Social Business Vendor Benchmark 2016“ […]

Der Markt für Big Data Aggregation in Deutschland – wer sind die relevanten Anbieter?

Holm Landrock, Prof. Dr. Andreas Gadatsch: Als weiteren Quadranten aus dem aktuellen „Experton Big Data Vendor Benchmark“ möchten wir Ihnen in dieser Woche die Marktkategorie „Big Data Aggregation“ vorstellen. Noch immer werden Anwender in der Umsetzung kreativer und fortgeschrittener Big-Data-Szenarien, die eine Vielzahl von Datenquellen unterschiedlichster Art berücksichtigen, dadurch ausgebremst, dass es nur wenige Tools […]

Wie positionieren sich die Anbieter von Cloud Marktplätzen für Wiederverkäufer in der Schweiz?

Im letztjährigen Cloud Vendor Benchmark 2014 wurden drei unterschiedliche Cloud-Ausrichtungen der Distributoren beleuchtet. Neben der Positionierung als Private Cloud Builder (Cloud Enabler) gab es Distributoren, die ihr Cloud-Geschäft dediziert auf einzelne wichtige Cloud Service Provider (wie z.B. auf Microsoft) ausgerichtet haben oder im dritten Fall eine breite Palette von unterschiedlichen Cloud Services über einen Marktplatz […]

Enterprise Mobility Management – Trends und Anbieter in Deutschland

Enterprise Mobility Management fasst die Bereiche Mobile Device Management, Mobile Application Management und Mobile Information Management zusammen und stellt letztlich die Management-Plattform für den Betrieb und die Nutzung von Smartphones und Tablets dar. Zum Funktionsumfang von Enterprise Mobility Lösungen gehört mindestens: Hardware-Inventarisierung Applikations-Inventarisierung Betriebssystem-Management Mobile App Deployment, Updates und Löschung Mobile-App-Konfiguration und Policy Management Remote-Steuerung […]