Welches Device ist für welchen Anwender optimal?

Immer wieder wird Experton Group gefragt, welche Devices für welche Mitarbeitergruppen sinnvoll wären. Sollen es Thin Clients, Desktops, Notebooks, Pads und / oder Smartphones sein? In welchen Größen etc.?

Allgemeine Aussagen sind natürlich eher schwierig, da Geschäftsabläufe in unterschiedlichen Branchen, aber auch in unterschiedlichen Unternehmen auch unterschiedliche Anforderungen bezüglich der einzusetzenden Endgeräte induziert. Letztlich ist der richtige Weg, der auch automatisch zur Auswahl der richtigen Endgeräte führt, wie folgt:

  1. Analyse der Geschäftsprozesse, um zu „mobilisierende“ Geschäftsprozesse zu identifizieren
  2. Beobachtung der bzw. Gespräche mit den Mitarbeitern, um die Anforderungen der aktuellen Prozesse an die Endgeräte zu verstehen und zukünftige Anforderungen antizipieren zu können
  3. Konsolidierung der Ergebnisse und Ableitung einer (neuen) Client-Strategie
  4. Entwicklung einer geeigneten Architektur (Client-Virtualisierung, Mobile Device Management, Datenzugriff, Anwendungs-Frontend etc.)
  5. Entscheidung über einzusetzende Endgeräte

 

Nichtsdestotrotz gibt die nachfolgende Tabelle einen ersten Überblick, welche Endgeräte für welche Benutzergruppen geeignet sein können. Basis dieser Tabelle sind die Ergebnisse aus einer Vielzahl von Anwenderprojekten, die Experton Group in den letzten 18 Monaten in diesem Umfeld durchgeführt hat.

 

Thin-Client

Desktop

Notebook

Ultrabooks

Pad

Smartphone

Oberes Management   (√)
Mittleres Management   (√)  
Information Worker (√)      
Task Worker        
Marketing    
Vertrieb    
Außendienst / Service- Techniker  
Fertigung        
Buchhaltung        
Ingenieure   (√)     (√)

 

Die meisten Mitglieder des oberen Managements konsumieren Informationen und treffen auf dieser Basis Entscheidungen. Häufig ist diese Gruppe auch auf Reisen zu Kunden, Partnern und Lieferanten. Dafür ist in vielen Fällen ein Pad ausreichend, alternativ ein Ultrabook und ein Thin-Client im Büro.

Das mittlere Management ist ebenso häufig auf Reisen wie das obere Management, muss jedoch Informationen zusätzlich auch erstellen können. Je nach Reisehäufigkeit ist entweder ein Notebook oder ein Ultrabook ideal.

Der klassische nicht reisende Information Worker ist nach wie vor am besten mit einem Desktop auszustatten, Thin-Clients sind oft möglich, Notebooks sollten nur zum Einsatz kommen, falls der Mitarbeiter doch gelegentlich auf Geschäftsreise geht.

Klassische nicht reisende Task Workers sind nach wie vor am besten mit Desktops auszustatten. Thin-Clients sind oft möglich, sofern die Infrastruktur nicht ausschließlich für diese meist kleine Gruppe von Mitarbeitern aufgebaut werden muss.

Bei Vertrieb und Marketing kommen in der Regel nur mobile Endgeräte in Frage. Ob Notebook, Ultrabook oder Pad sollte anhand der Reisefrequenz und der Notwendigkeit Informationen zu generieren entschieden werden.

Außendienst bzw. Service-Techniker sind häufig am besten mit einem Thin Client oder Desktop im Büro ausgestattet und mit einem Pad oder Ultrabook für unterwegs.

Sowohl in der Fertigung als auch in der Buchhaltung sind sowohl Thin Clients als auch Desktops völlig ausreichend.

Ingenieur-Arbeitsplätze, sei es CAD/CAE o.ä., sind nach wie vor häufig am besten mit einem leistungsstarken Desktop ausgestattet. Sollten Reisen notwendig sein, gibt es entsprechend leistungsstarke Notebooks, die aber aufgrund ihres Gewichtes eher wenig geeignet sind sie längere Zeit zu tragen.

Bei Smartphones stellt sich in absehbarer Zeit nicht mehr die Frage, ob auch ein klassisches Mobiltelefon ausreichend wäre, da diese nach und nach vom Markt verschwinden werden. Mit anderen Worten: Jeder Mitarbeiter, der heute ein mobiles Telefon hat, wird zukünftig ein Smartphone bekommen müssen. Ob der Mitarbeiter dann auch Zugriff auf seine E-Mail und weitergreifende Unternehmensdaten oder Anwendungen bekommt, ist von der Notwendigkeit und der Firmenkultur abhängig.

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