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Axel Oppermann auf dem Presse-Roundtable “Social Business Collaboration”: Social Business – kein Hype, sondern nachhaltiger Trend

Social Business Collaboration – Hype oder Arbeitsalltag von morgen? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Presse-Roundtables „Social Collaboration meets Press“ am 18. Oktober im Münchner Haus der Bayrischen Wirtschaft. Vertreter führender Softwareanbieter, ein Analyst sowie Anwender von Deutsche Post DHL und LMU München waren sich einig: Zusammenarbeit in Facebook-Manier optimiert Prozesse und Produktivität in Unternehmen.


Vor zahlreich erschienenen IT- und Wirtschaftsjournalisten diskutierten Top-Manager der IT-Anbieter Beck et al, IBM, Microsoft und Novell über die neuesten Trends und den praktischen Nutzen von Social Networking in den Unternehmen. Den Auftakt bestritt Axel Oppermann Senior Advisor beim Analystenhaus Experton Group, der den Teilnehmern einen Überblick über die Bedeutung und die Chancen von Social Software im Business lieferte. Oppermann stuft Social Business nicht als Hype, sondern als nachhaltigen Trend ein. Dabei handle es sich in erster Linie um ein Organisationsthema, bei dem Mitarbeiter mit Hilfe kollaborativer Arbeitsumgebungen ihre Produktivität verbessern können. Der Analyst widersprach auch dem gängigen Klischee, wonach die Mitarbeiterproduktivität durch übermäßige Nutzung sozialer Netzwerke leide: „Gerade die Leistungsträger in den Unternehmen sind heute daran interessiert, das Social Business voranzutreiben“, stellte Oppermann fest.

 

Social Software verändert Arbeitsweisen

 

Mit einer prägnant-provokanten Definition von Social Business Collaboration eröffnete Siegfried Lautenbacher, Geschäftsführer bei der Beck et al. Services, die Runde: „Social Business Collaboration befreit den Mitarbeiter aus der Isolation der E-Mailbox und ist eines der ersten Beispiele für die`Businessifizierung` der Consumer-IT.“Lautenbacher plädierte dafür , Anwendern mehr Orientierungsmöglichkeiten zu bieten, damit sie die eigenen Voraussetzungen für Social Business ausloten können.

 

Oliver Gronau, Leiter des Office-Geschäftsbereichs bei Microsoft Deutschland, sieht in Social Business Collaboration eine natürliche Weiterentwicklung der bisherigen Kommunikationsmittel. Die Anwender profitierten insbesondere von den neuen Wahlmöglichkeiten, die ihnen die Social-Business-Software liefere. „Auf Grund unterschiedlicher Tätigkeitsfelder und Erfahrungen haben Mitarbeiter unterschiedliche Kommunikationsgewohnheiten. Moderne Kommunikationsangebote müssen das reflektieren und diese Gewohnheiten auch unterstützen So kann jeder Nutzer zu jedem Zeitpunkt frei entscheiden, welche Art der Interaktion er mit Kollegen, Partnern oder Kunden bevorzugt. Die Integration in bestehende Systeme, sowie ein intuitive Bedienbarkeit sind dabei von großer Bedeutung für die Akzeptanz.“

 

Aus Sicht der Unternehmensführungen steht meist die Frage des konkreten Nutzens und der praktischen Anwendung im Vordergrund. Stefan Pfeiffer, European Market Lead Social Business Europe bei IBM, sieht durch Social Software neue Arbeitsweisen auf die Unternehmen zukommen. „Im Pojektmanagement beispielswese ersetzen Aktivitätenmodule heute bereits in vielen Unternehmen die klassische Tabellenkalkulation oder große Spezialanwendungen. Ohne großen Einarbeitungsaufwand verteilen Mitarbeiter Aufgaben und arbeiten einfach und transparent zusammen.“ Auch die Generationenfrage sieht Pfeiffer als wichtigen Treiber für den Einsatz von Social Software: „Wir müssen die Facebook- und die E-Mail-Generation zusammenbringen.“

 

Die E-Mail ist nicht tot

 

Auf den im Social-Business-Kontext oft gehörten Abgesang auf die E-Mail kam Michael Kleist, Managing Director Novell Zentraleuropa, zu sprechen: „Die von Einigen prognostizierte Ablösung der E-Mail wird nicht stattfinden. Der Arbeitsplatz der Zukunft wird weiterhin stark von der E-Mail-Kommunikation geprägt sein, weil damit viele strukturierte Arbeitsabläufe stattfinden.“ Kleist prognostiziert daher ein Verschmelzen von Social-Networking-Tools mit E-Mail. Mit Blick auf die Entwicklungen im Softwaremarkt geht Kleist davon aus, dass es weiterhin viele Anbieter geben wird und deshalb bei den Kunden anhaltender Bedarf besteht, um diese Vielfalt zu integrieren.

 

Angereichert wurde die Diskussion mit Erfahrungsberichten aus der Social-Business-Praxis. So schilderte Daniel Pankatz, Digital Media Manager der Unternehmenskommunikation von Deutsche Post DHL, ein internationales Großprojekt auf Basis der Plattform Yammer. Diese ermögliche erstmals offene Kommunikationsformen über Hierarchieebenen und Ländergrenzen hinweg. „Social Collaboration bringt einen Kulturwandel in unser Unternehmen; hierarchische und funktionale Barrieren verlieren dabei an Bedeutung“, beschrieb er den zentralen Gewinn für seinen Konzern. Trotz anfänglicher Sicherheitsbedenken und arbeitsrechtlicher Skepsis gelang der Rollout in unerwartet kurzer Zeit, und laut Pankatz sind weiter Ausbaustufen wie die Prozessintegration geplant.

 

Seine Erfahrungen mit einer Social-Networking-Plattform an der Ludwig-Maximilians Universität München mit 30.000 registrierten Benutzern schilderte der Akademische Direktor Dr. Werner Degenhardt. Er pries das auf Novell Vibe basierende System als „konsequenten Schritt zu mehr Interaktion und systematischer Informationsverwaltung in großen Umgebungen wie einer Universität“.

 

Zum Schluss der Diskussion warfen die Podiumsteilnehmer noch einen Blick in die Zukunft des Social Business. Fazit: Social Business Collaboration wird in sehr viele andere Applikationen integriert werden und Nutzern helfen, der Informationsflut intelligent Herr zu werden.

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